Mit verschiedenen PLUS-Angeboten Versorgung ergänzen

PLUS-Angebote

Praxiserprobt für ihre Stadt

Tipps und Inspiration für PLUS-Angebote in Ihrer Stadt oder Region

Jedes PLUS-Projekt kann individuell erstellt und auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt werden. Vieles muss erst einmal ausprobiert werden – die Erfahrungen zeigen, dass Angebote besonders erfolgreich sind, wenn sie

  • aufeinander abgestimmt sind und das bestehende, regionale Versorgungsangebot vervollständigen,
  • bedarfsorientiert aufgebaut und an die konkrete Situation der Betroffenen angepasst sind.

Die PLUS-Initiative hilft Ihnen dabei, einen eigenen Ansatz für Ihr regionales PLUS-Projekt umzusetzen.

Beispiele für PLUS-Angebote

Als Inspiration für weitere Angebote und neue Ideen möchten wir hier einige PLUS-Angebote der regionalen PLUS-Projekte vorstellen. Sie wurden gemeinsam mit den Projektpartnern und Betroffenen (weiter)entwickelt und angepasst.

Viele dieser PLUS-Angebote sind bereits umgesetzt, teilweise sind sie noch im Ideenstatus. Weitere PLUS-Angebote, die im Rahmen eines PLUS-Projekts entstehen, werden sukzessive hinzugefügt.

Die PLUS-Angebote orientieren sich an den . Bei der Suche nach Beispielen oder Ideen kann nach ihnen und weiteren Auswahlkriterien gefiltert werden.

PLUS-Baustein
Zielgruppe
PLUS-Stadt

Angebote rund um Ernährung

Struktur und Stabilität

Backen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Gemeinschaftliches Backen kann zu verschiedenen Anlässen angeboten werden. Auch diese Aktivität trägt dazu bei, den Umgang mit Nahrungsmitteln zu erlernen, wie auch mit anderen Klienten und Sozialarbeitern in lockerer Atmosphäre in Kontakt zu kommen.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Dieses Projekt richtet sich an Klienten aus der Clean WeGe und parallel an die Klienten aus dem Sleep Inn sowie dem HighNoon. In einer kleinen Gruppe treffen sich die jeweiligen Klienten in jeder Einrichtung zum gemeinsamen Backen von bspw. Weihnachtsplätzchen für die Adventsfeiern der Einrichtungen.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Frühstücks-Treff

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Das Treffen zum gemeinsamen Frühstück fördert das Wissen über verschiedene Nahrungsmittel wie auch gesunde Ernährung. Die Betroffenen können Kontakt zu anderen Klienten und Sozialhilfemitarbeitern aufbauen und halten.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Die Bewohner des Sleep Inn und des ambulant betreuten Wohnens für Substituierte treffen sich wöchentlich zum gemeinsamen Frühstück im offenen Bereich im Sleep Inn. Dabei tauschen sie sich über die Nahrungsmittel und aktuelle Themen aus.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Kochgruppe

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

In Kochkursen wird der Umgang mit Nahrungsmitteln vermittelt und die Teilnehmer erhalten Ideen für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Ein regelmäßiges Treffen ermöglicht zudem, Kontakt zu den Klienten aufzubauen und zu halten. Neben einem stärkeren Bewusstsein für gesunde Ernährung wird durch den regelmäßigen Austausch auch Struktur und Stabilität für Klienten geschaffen.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Monatlich treffen sich die Bewohner der Clean WeGe zum gemeinsamen Kochen und Essen. Dabei tauschen sich die Teilnehmer über Nahrungsmittel und weitere aktuelle Themen aus. Bei schönem Wetter wird auch gelegentlich gegrillt. Für nicht clean Lebende wird eine separate Kochgruppe geplant.

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:

Eine erste Kochgruppe wurde in das Angebot des gemeinsamen wöchentlichen Essens integriert und den Besuchern des Kontaktladens über zwei Monate angeboten. Der Zusatzaufwand für die Hauswirtschafterin des Sleep Inn war jedoch zu hoch, sodass das Angebot zunächst eingestellt wurde.

Alternativ ist ein Kochkurs im Rahmen eines Ernährungsberatungsprogramms durch die an PLUS teilnehmenden Krankenkassen in Abstimmung.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Arbeitsangebote für Klienten

Struktur und Stabilität

Gemeinwesenarbeit

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Zur Arbeit im Gemeinwesen zählen verschiedene öffentliche Aktivitäten wie Unterstützung öffentlicher Veranstaltungen oder Gestaltung des öffentlichen Raums. Das Engagement in diesem Bereich kann die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

  • Unterstützung bei der Vorbereitung regionaler Feste

Die PLUS-Klienten unterstützen mit der Drogenhilfe das Handelsgewerbe und den Dienstleistungsverein bei der operativen Umsetzung regionaler Feste wie dem Weihnachtsmarkt, dem Sommerfest und dem Herbstfest „Südheimer Feuer“. Dazu zählen beispielsweise der Aufbau der Stände und die Dekoration. Teilweise hat die Aktivität der Klienten in diesem Bereich als Arbeitsvermittlung dienen können.

  • Aktion „Spritzen – sauberes Quartier“

Die Aktion zum Thema „Spritzen – sauberes Quartier“ wurde mit dem Ziel durchgeführt, weniger Spritzen auf der Straße vorzufinden. Hierfür wurden in Kooperation mit anderen Einrichtungen Spritzen eingesammelt – für eine saubere Stadt.

 

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Kooperation für flexible Arbeitsgelegenheiten

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Idee und Zielsetzung

Kooperation, das heißt Vernetzung und Zusammenarbeit, unterschiedlicher Parteien ist für nachhaltige und ineinandergreifende Versorgungsstrukturen essenziell. Diese übergreifende Zusammenarbeit mit transparenten Zielen kann auch zum Thema „Arbeit“ erfolgen. Dabei greifen verschiedene Angebote ineinander, um sozialtherapeutische und arbeitsintegrative Aspekte miteinander zu verbinden. Durch die ganzheitliche Förderung der Betroffenen und dem Angebot flexibler Arbeitsgelegenheiten kann eine Verbesserung ihrer Arbeitssituation erzielt werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:

Um Klienten besser in die Arbeitswelt zu integrieren, wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen und der städtischen Drogenhilfe geschlossen. Hierdurch bekommen Suchterkrankte die Chance, regelmäßig eine Arbeitsgelegenheit wahrzunehmen. Diese ist auf den Klienten ausgerichtet und individuell gestaltbar. Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Programm ist die Teilnahme an wöchentlichen Gesprächen mit der Drogenhilfe und an mindestens einen PLUS-Angebot über einen Monat sowie ein Test bezüglich der körperlichen Belastbarkeit.

Nach einem Ersttermin beim Jobcenter werden passende städtische, caritative oder gemeinnützige Stellen gesucht, die der Klient für drei Stunden an drei Wochentagen wahrnehmen kann. Die Einzelgespräche und PLUS-Angebote müssen dabei fortgeführt werden. Eine individuelle Erhöhung der Arbeitszeit ist auf Basis der Rückmeldungen und Abstimmungen unter den Institutionen möglich.

Es wird darauf geachtet, den Klienten in unterschiedlichen Arbeitsbereichen einzusetzen. Die individuelle Betreuung steht sowohl für die Drogenhilfe als auch für das Jobcenter im Vordergrund. Der Klient soll darin unterstützt werden, die Szene zu verlassen und sich weiterzuentwickeln. Zusätzlich sind Maßnahmen zur Weiterqualifizierung (beispielsweise das Erlangen eines Führerscheins oder eine Ausbildung) möglich, um die Vermittlungschancen zu verbessern.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Ausflüge und Freizeiten

Struktur und Stabilität

Sportfreizeiten, Ausflüge und Touren

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Sportfreizeiten, Ausflüge und Touren dienen dazu, die eigene Umgebung in Verbindung mit einer sportlichen Komponente besser kennenzulernen. Die Klienten können sich dabei intensiv mit ihren körperlichen Fähigkeiten auseinandersetzen und dem Alltag entkommen. Daneben eröffnen sozialtherapeutische Freizeitmaßnahmen für Fachkräfte einen differenzierten und direkten Zugang zu den Klienten.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

  • Fahrradtour

Die Idee, Fahrradtouren zu organisieren, hatten Klienten aus dem Sleep Inn und dem Betreuten Wohnen. Bei der ersten Tour ging es zum Schlosspark Stuttgart, wofür sich die Teilnehmer Fahrräder ausleihen konnten. Es finden weitere Fahrradtouren in der Umgebung zu verschiedenen Zielorten statt. Die Teilnehmer können dabei die Region und den Sozialraum umweltschonend erkunden, körperlich aktiv sein und sogar ihren Gleichgewichtssinn stärken.

  • Kanuausflug

Der zweitägige Ausflug nach Sigmaringen beinhaltete neben der Kanutour auch eine Besichtigung der Bärenhöhle. Übernachtet wurde in einer Jugendherberge. Das Projekt wurde einmal mit Klienten aus der Clean WeGe durchgeführt. Zur Durchführung dieses Projekts wurde finanzielle Unterstützung bei der Abteilung „freiwillige Leistungen“ vom Sozialamt Stuttgart beantragt.

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:

  • Kanuausflug

Im Rahmen der sozialpädagogischen Gruppenangebote der Drogenhilfe Ludwigshafen wurde im Juli 2017 erstmals ein eintägiger Kanuausflug auf dem Neckar mit clean lebenden Besuchern des Kontaktladens durchgeführt. Dieses Angebot wurde im August 2018 wiederholt.

  • Kletterfreizeit

Innerhalb der Klettergruppe wird einmal im Jahr eine Kletterfreizeit für Substituierte und clean Lebende angeboten. Diese vier- bis fünftägige Freizeit wird von zwei Fachkräften der Drogenhilfe in einem „Klettergebiet“ innerhalb Deutschlands organisiert. Die Teilnehmergruppe übernachtet in Zelten und versorgt sich selbst. Tagsüber werden Klettertouren unternommen, abends ist ausreichend Zeit zum Austausch. In diesem Rahmen können auch persönliche Themen intensiv besprochen werden. Das Angebot ist unter den Klienten sehr beliebt. Viele Klienten aus Ludwigshafen sind motiviert, ihren Konsum zu kontrollieren, sodass sie am Angebot teilnehmen können.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Struktur und Stabilität

Städteausflug und Bildungsreise

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Ein Ausflug kann durch die gezielte Ansprache historischer Ereignisse neue Blickwinkel eröffnen. Dies scheint besonders effektiv, wenn die Teilnehmer im Sinne des Peer-PLUS-Peer-Konzepts in die Organisation und Programmdurchführung eingebunden werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

  • Städtereise in Deutschland

Der 6-tägige Aufenthalt in Berlin forderte den Mut der Klienten, aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen. Im Rahmen des Programms wurde unter anderem der Bundestag als Sensibilisierung für politisches Geschehen besichtigt.

  • Freizeit innerhalb Europas

Ein einwöchiger Ausflug fand nach Assisi, Italien, statt. Die Teilnehmerstruktur setzte sich ungefähr zu gleichen Teilen aus alkohol- und opiatkranken Caritas-Klienten zusammen. In einer Vorbesprechung zeigte sich schnell, dass sich jeder bereits seine eigenen Gedanken gemacht hatte, wofür er bzw. sie die Zeit in Assisi würde nutzen wollen. Insbesondere die Tatsache der freien Zeitgestaltung vor Ort ließ viel Raum für Überlegungen zu eigenen Aktivitäten. Es wurden Tagesausflüge nach Assisi, Perugia und Rom angeboten. Außerdem waren drei Infoabende zu den Themen Hepatitis, Diamorphinvergabe und Abstinenz eingeplant.

  • Stadtführung

Auslöser für dieses Projekt waren historisch-politische Diskussionen unter den Klienten. Dies wurde zum Anlass genommen, in zwei Führungen die Deportation Stuttgarter Juden im Dritten Reich zu thematisieren. In einer weiteren Führung wurde das ehemalige Vernichtungslager in Grafeneck besichtigt. Die Teilnahme war uneingeschränkt möglich.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Tagesausflüge: Spass und Unterhaltung zur Zeitgestaltung

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Diese Aktivität kann als Bonus für aktive Klienten und zum Kennenlernen genutzt werden. Darüber hinaus können sich Klienten bei diesem Ausflug außerhalb der Szene mit Bekannten treffen und austauschen. Außerdem ist ein Tagesausflug wie ein Kurzurlaub zu verstehen: Er bietet einen Tag lang Abstand vom Stress, von der Szene usw.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

Alle Klienten haben die Gelegenheit, an einem Ausflug in den Europa Park Rust teilzunehmen. Im Rahmen der Aktion Herzenssache vom Europapark fand der Ausflug wiederholt statt.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Fortbildung zu Hepatitis C

Kompetenztraining und Schulung

Hepatitis-C-Schulung / Weiterbildung für Mitarbeiter

Zielgruppe: Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Die Schulungen und Weiterbildungen sollen Mitarbeiter für das Thema Hepatitis C sensibilisieren. Geeignete Themenblöcke können entsprechend des Vorwissens gewählt werden.

Themenbeispiele sind: die Bedeutung der Infektion, Infektionswege, Prävention, Risikogruppen und Therapiemöglichkeiten. Eine Auffrischung sollte regelmäßig durchgeführt werden, um das Bewusstsein für Hepatitis C und dadurch den Mehrwert für Klienten zu optimieren.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

Die Schulungen für bis zu 30 Teilnehmer behandeln mehrere Aspekte, wie

  • das Spektrum der Erkrankung Hepatitis C
  • Schnittstellen zum Thema Sucht und Substitution
  • Fragen der Klienten zu Hepatitis C

Die Schulungen finden in mehreren Sitzungen mit Hepatitis-C-Experten in Kleingruppen in internen Räumlichkeiten statt und enden mit einem Teilnahmeschein/Zertifikat.

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:
Weiterbildungen zu Hepatitis C werden für medizinisches Fachpersonal und Mitarbeiter der Suchthilfe einmal im Jahr durchgeführt. Referenten sind beispielsweise ein Hepatologe aus Ludwigshafen und eine Vertreterin der Leberhilfe. Ziel ist es auch, den Wissensstand der PLUS-Partner in Ludwigshafen über Hepatitis C zu vereinheitlichen. Das Jobcenter, Substitutionspraxen, das psychiatrische Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ und die Drogenhilfe Ludwigshafen haben bereits an einer Schulung teilgenommen.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Kompetenztraining und Schulung

Hepatitis-C-Schulungen für Suchterkrankte

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Dieses Angebot soll Klienten über Hepatitis C aufklären, um eine risikominimierende Lebensweise und einen gezielten Umgang mit der Erkrankung (z. B. Vermeidung von Re-Infektion) zu ermöglichen. Betroffene können zusätzlich als Hepatitis-C-Botschafter ausgebildet werden, um andere Suchterkrankte aufzuklären.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

Die Hepatitis-C-Schulung für Suchterkrankte wurde zum Peer-PLUS-Peer-Projekt weiterentwickelt. Nach dem Besuch einer Hepatitis-C-Schulung können sich interessierte Betroffene in einem Aufbaukurs zum HCV-Botschafter ausbilden lassen.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Freizeitgestaltung für Klienten

Struktur und Stabilität

Besuch von politischen Diskussionsrunden

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Durch verschiedene Aktionen oder Anlässe können politische Diskussionen unter den Klienten angestoßen und damit zur Reflektion angeregt werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
In Kleingruppen wird die aktuelle politische Lage recherchiert. Die PLUS-Klienten haben Gelegenheit, sich zu verschiedenen Themen zu informieren, diese zu hinterfragen und gemeinsam zu diskutieren. Dabei wird auch erläutert, wo verlässliche Informationen zu finden sind.
Im Rahmen dieses Projekts wurde beispielsweise der Wahl-O-Mat mit den PLUS-Klienten genutzt.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Kreatives Gestalten: Malen, Zeichnen, Basteln sowie Handwerken und Fotografieren

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Die Förderung von Kreativität und künstlerischem Ausdruck trägt zur Selbstverwirklichung bei und verbessert die Wahrnehmung sowie Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen und seelischem Erleben. Diese Aktivitäten können dazu beitragen, dass sich neue Tagesstrukturen oder Traditionen außerhalb der Drogenszene entwickeln. Durch das Ausstellen der Werke kann Suchterkrankten, die sonst wenig gesellschaftliche Beachtung erfahren, ein „Sprachrohr“ gegeben werden, um sich auszudrücken und in der Öffentlichkeit gehört zu werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

  • Malen und Zeichnen

Klienten aus dem Bereich Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe nehmen wöchentlich an einem Kurs im Sleep Inn teil, in dem Malen und Zeichnen aller Art ermöglicht wird. Es gibt keine strengen Vorgaben oder Ziele, die umgesetzt werden müssen. Die Wünsche und Ideen der Klienten stehen im Vordergrund. Im Rahmen des Kurses finden Besuche von Ausstellungen und Kunst-Akademien statt.

  • Weihnachtliches Gestalten

Klienten aus dem Sleep Inn treffen sich in der Vorweihnachtszeit, um gemeinsam die Räumlichkeiten des Sleep Inns weihnachtlich zu gestalten. Mehr Teilnehmer als erwartet zeigten Interesse daran, in einer Kleingruppe einen Adventskranz zu basteln.

  • Druckwerkstatt

Klienten des Bereichs Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe können wöchentlich in Kleingruppen Tiefdruckverfahren, Arbeiten mit Kupferplatten und den Druck auf Papier und Stoff mittels mechanischer Presse in der Druckwerkstatt ausprobieren. Die Drucke werden auf öffentlichen Märkten verkauft. Die Druckwerkstatt wird darüber hinaus auch für weitere Teilprojekte, wie das Bedrucken von Schürzen, genutzt. Im Rahmen diverser Veranstaltungen stellt eine kleine Gruppe von Peers die Druckwerkstatt in Form einer kleinen mobilen Druckwerkstatt vor.

  • Öffentliches Gestalten

Freie Flächen werden zum Besprühen von der Stadt zur Verfügung gestellt. Die Künstler sind Klienten, die in zwei bis drei Veranstaltungen Ideen zur Gestaltung der Wand sammeln, diese vorstreichen, um sie zu besprühen und dann das Graffiti fertigstellen.

  • Fotografie-Projekt

Das Fotoprojekt fand einmal mit Interessierten der Sucht- und Sozialpsychiatrischen Hilfe (Clean-Lebenden) statt. Dabei wurden die Grundlagen der Fotografie und die Anwendung erlernt. Die Produkte aus dem Projekt wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Kalender, Ausstellung, Fotobuch).

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:

In Ludwigshafen findet alle 14 Tage ein Treffen für kreatives Arbeiten statt. Zu Hintergrundmusik arbeiten die Klienten harmonisch an Bildern, Zeichnungen und Bastelarbeiten.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Struktur und Stabilität

Kulturprogramm

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Viele Menschen mit langjähriger Suchterkrankung hatten oftmals über mehrere Jahre kaum oder keine Berührungspunkte zu kulturellen Angeboten. Verschiedene kulturpädagogische Aktivitäten können die Neugier und das Interesse an solchen Angeboten wecken. Die Chance zur „kulturellen Teilhabe“ wird hiermit unterstützt.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:

Zum Kulturprogramm gehören regelmäßige Treffen zu verschiedenen kulturellen Anlässen. Mindestens einmal im Monat, je nach regionalem Angebot, trifft sich die Gruppe zu:

  • Besichtigungen von Kunstausstellungen
  • Konzertbesuchen, beispielsweise im Rahmen des rheinland-pfälzischen Kultursommers
  • Theaterbesuchen; hierfür erhält die Drogenhilfe vom Nationaltheater Mannheim jährlich Freikarten.
  • Opernaufführungen, die eine kleine Gruppe von Besuchern der Drogenhilfe besucht

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

 

Stuttgart:

Kulturelle Angebote werden immer wieder angenommen. Verschiedene Themen stoßen auf unterschiedlich großes Interesse unter den Klienten:

  • Museumsbesuch

Es gab unregelmäßig Angebote für die Klienten, an einem Museumsbesuch teilzunehmen. Dieser fand statt, sobald ein Klient zur Teilnahme bereit war. Es wurden verschiedene Museen besucht. Die meisten Museen und kulturellen Einrichtungen in Stuttgart waren für BonusCard Besitzer kostenlos. Aktuell wird das Projekt nicht mehr angeboten.

  • Theaterbesuch

Alle Interessierten der SSH (Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe) konnten an einer Führung durch die Räumlichkeiten des Theaters „Rampe“ teilnehmen. Nach dem dortigen Besuch einer Aufführung hatten die Klienten die Möglichkeit, Fragen an die Schauspieler zu stellen.

Besuche verschiedener Stücke werden weiterhin angeboten.

  • Theaterprojekt

Ein Theaterworkshop mit Klienten fand über zehn Monate einmal im Monat statt. In einem daran anschließenden vierwöchigen Projekt mit professioneller Bühnenproduktion in wurde das Projekt in 4 Auftritten zum Thema Sucht und Rausch abgeschlossen.

Unter den begleitenden Künstlern war eine suchtkranke Darstellerin, die als Peer ihre Zugänge in die Stuttgarter Drogenszene nutzte, um weitere Suchtkranke zu motivieren, an dem Projekt teilzunehmen. Gemeinsam mit den Abhängigen entwickelten die Künstler das Konzept des Theaterprojekts.

Dieses Angebot hatte zum Ziel, gemeinsam in einem Theaterworkshop Suchterkrankten die Möglichkeit zu geben, sich zu öffnen, ihre Emotionen darzustellen und einem Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig gaben diese intensiven Workshops die Möglichkeit, sich mit den Klienten in einem anderen Rahmen intensiv auszutauschen.

Für weitere Informationen zum Projekt kontaktieren Sie das Aktionsbündnis PLUS Stuttgart.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Struktur und Stabilität

Musikangebot: Rhythmus und Bewegung

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Jahrelanger Drogengebrauch kann Gehirnfunktionen beeinträchtigen. Durch das Durchführen von Rhythmusübungen mit steigenden Schwierigkeitsgraden werden verschiedene Gehirnregionen angesprochen und trainiert. So kann konsumbedingten Beeinträchtigungen entgegengewirkt werden. Insbesondere die Koordination zwischen rechter und linker Gehirnhälfte wird verbessert.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:
Die kulturpädagogische Trommelgruppe findet großen Anklang. Sie wird – außer in der Sommerpause – wöchentlich angeboten. Instrumente und Zubehör werden bereitgestellt. Das rhythmische Trommeln wurde um die Komponenten Tanz und Bewegung ergänzt.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Struktur und Stabilität

Sport-Aktivitäten

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Eine sportliche Aktivität kann zur Förderung der Selbstentfaltung/Hobbyfindung oder als Gemeinschaftsprojekt gestaltet werden. Gerade drogenabhängige Menschen kennen ihre eigenen Grenzen oft nicht, da das Bewusstsein über die eigenen Grenzen durch die Drogenwirkung nur verschwommen, wenn überhaupt, wahrgenommen wird. Geschieht dies über Jahre, verankert sich diese Grenzenlosigkeit in der menschlichen Psyche.

In Sport-Angeboten und Koordinationsübungen werden die Teilnehmer mit sich und ihren Grenzen konfrontiert und gleichzeitig Fähigkeiten gefördert. Daneben kann im Mannschaftssport die Gruppenzugehörigkeit gestärkt und sich gegenseitig unterstützt werden. Gruppendynamische Prozesse tragen zur Förderung der Reflektionsfähigkeit und -bereitschaft bei. Sportart und Schwierigkeitsgrad können entsprechend der körperlichen Leistungsfähigkeit und Präferenz gewählt werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

  • Eislaufen

Den Klienten wird auf eigenen Wunsch Eislaufen in der Wintersportwelt Stuttgart angeboten. Das Angebot findet in Stuttgart aufgrund der hohen Anfrage mehrfach statt. Durch die räumliche Nähe und den geringen finanziellen Aufwand für die Klienten durch die Nutzung der Wintersportwelt Stuttgart kann dieses Angebot umgesetzt werden.

  • Reiten

Klienten des Sleep Inn und des betreuten Wohnens wird die Gelegenheit geboten, auf einem Reiterhof alles um das Thema Reiten zu erfahren und selbst einmal zu reiten. Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an clean Lebende. Die Arbeit mit Pferden fördert die Selbstwahrnehmung sowie die Wahrnehmung des Klienten gegenüber dem Tier und der Umgebung. Beim Reiten können Koordination, Gleichgewicht und Selbsteinschätzung trainiert werden. Der Umgang mit eigenen Ängsten und möglichen Ängsten Anderer (beispielsweise des Tieres) wird erlernt. Der Kontakt mit den Tieren ermöglicht es, Verantwortung zu übernehmen und zu stärken bzw. wieder zu erlernen.

  • Fitness

Wöchentlich findet für interessierte Klienten „Sport für jeden“ im Fitnessraum der Clean WeGe statt. Die Gruppengröße ist konstant. Es entwickelte sich ein zusätzlicher Kurs für Fortgeschrittene, die sich ebenfalls wöchentlich im Fitnessraum der Clean WeGe treffen. Inhaltlich ist das Training auf die individuelle Bearbeitung von Themen der einzelnen Klienten in der gesamten Gruppe erweitert worden. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Gewalt- oder Aggressionserlebnis eingebracht werden kann und die Gruppe an den Lösungen zur Bewältigung aktiv beteiligt ist. Für die Vorschläge, die die Teilnehmer einbringen, werden Hilfestellungen angeboten, Bewältigungsstrategien basierend auf eigenen Erfahrungen eingebracht. Den Betroffenen wird somit signalisiert, dass sie nicht allein mit dem Problem sind. Das Projekt ist in Stuttgart zu der sehr erfolgreichen Aktion „Fight for your life“ geworden.

  • Tischkicker

Sehr beliebt unter den PLUS-Klienten ist das Tischkicker-Turnier, das regelmäßig im HighNoon stattfindet.

  • Tango Tanzen

Der Kurs wurde zunächst mit einer Testphase gestartet. Die PLUS-Klienten reagierten sehr positiv auf die Erfahrung des „Führens und Folgens“. Themen des ersten Kurses waren: Sich aufeinander konzentrieren, einlassen und vertrauen. Das Angebot wurde vorerst zurückgestellt, da es zu dem Zeitpunkt ressourcenseitig nicht mit den anderen Angeboten in Stuttgart vereinbar war.

  • Tischtennis

Die Klienten der SSH (Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe) und der Clean WeGe haben einmal wöchentlich die Möglichkeit, gemeinsam Tischtennis zu spielen. Die Idee stammt von den Klienten selbst. Im Sommer trifft sich die Tischtennisgruppe bei einer Tischtennisplatte der SSH und der Clean WeGe bzw. auf öffentlichen Plätzen, in der Winterzeit wurde das Treffen in eine Halle verlegt. Aus Kostengründen kann das Treffen im Winter nicht mehr stattfinden.

  • Wandern

Alle 14 Tage können Klienten an einer gemeinsamen Wanderung in und um Stuttgart teilnehmen. Besonders interessant war dieses Angebot für Hundebesitzer (beispielsweise aus der Substitutionsambulanz).

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:

Einmal im Monat können Suchtbetroffene gemeinsam klettern gehen. Eine Kletterhalle ist für diese Zeiträume über zwei Jahre gemietet, um den Klienten ganzjährig die Möglichkeit eines erlebnispädagogischen Kletterns anzubieten. Die Ausrüstung wird bereitgestellt, wodurch weniger Aufwand für den Klienten entsteht und dadurch das Angebot niederschwellig wird. Das Angebot ist bei den Klienten sehr beliebt. Viele Klienten sind motiviert, ihren Konsum zu kontrollieren, sodass sie am Angebot teilnehmen können.

  • Laufen/Joggen

Die Laufgruppe trifft sich wöchentlich, sofern das Wetter es zulässt. In den Wintermonaten ist die Laufgruppe nicht aktiv. Es hat sich gezeigt, dass das Laufen viele Klienten anregt, über ihre eigenen Ressourcen, Grenzen und die Wirkung des Drogenkonsums reflektiert nachzudenken. Die Gruppe hat feste Laufstrecken im Raum Ludwigshafen etabliert.
Eine Vernetzung mit der Gruppe „Laufen gegen Depression“ vom Netzwerk Depression Ludwigshafen wird angestrebt.

  • Minigolf

Dieses Projekt wurde von den Klienten vorgeschlagen und findet gelegentlich statt. Die Minigolfanlage ist ein beliebtes Ausflugsziel unter den Klienten in Ludwigshafen.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Informationsmaterial zu Hepatitis C

Information und Aufklärung

Hepatitis-C-Informationsmaterialien zur Verbesserung der Aufklärung

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Damit Klienten besser und zielgruppengerecht über Hepatitis C aufgeklärt werden können, sollen Informationsmaterialien rund um Hepatitis C und Sucht gemeinsam mit Betroffenen konzipiert werden. Wichtig ist, dass die Informationsmaterialien anschaulich und verständlich zusammengestellt werden.

Aus den Umsetzungsbeispielen in Stuttgart und Ludwigshafen sind mittlerweile Hepatitis-C-Informationsmaterialien entstanden, die in allen PLUS-Städten und Regionen genutzt werden können. Das Material kann sowohl von Klienten alleine als auch von Experten im Gespräch genutzt werden. Sie finden eine Übersicht der Hepatitis-C-Materialien im Informationsbereich.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Im Rahmen eines Arbeitskreises wurden in mehreren Treffen Materialien zu Hepatitis C gemeinsam mit Suchterkrankten in den Einrichtungen entwickelt. Durch die Einbindung der Klienten ist ein ziel- und bedarfsorientierter Einsatz der Materialien möglich.

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:
Im Kontaktladen und in Beratungsgesprächen werden die Materialien eingesetzt und verteilt. In diesem Rahmen dienen die Materialien zum Informationsaustausch und zur Gesundheitsprävention.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Information und Aufklärung

Suchtprävention durch Erfahrungsberichte

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Mit Hilfe von Peers (selbst Betroffene) können Interessierte aus erster Hand Informationen über die Suchterkrankung und das Leben eines Süchtigen bzw. ehemaligen Konsumenten erfahren. Durch die Erfahrungsberichte der Peers soll ein Beitrag zur Suchtprävention geleistet werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

Es fanden bereits Veranstaltungen in verschiedenen Bereichen statt. Beispielsweise teilten Peers ihr Expertenwissen über Suchterkrankungen mit:

  • Klienten und Mitarbeitern der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in den Räumlichkeiten der Neckartalwerkstätten,
  • Schülern des Porschegymnasiums in Stuttgart sowie an anderen Schulen.

Das Angebot wird regelmäßig durchgeführt.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Kompetenztrainings und Schulungen

Kompetenztraining und Schulung

Erste-Hilfe-Kurs

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass Suchterkrankte bei einer gesundheitlichen Notsituation Anderer, z. B. in Drogennotfällen, die Ersten am Ort des Geschehens sind. Damit sie in diesen Notfällen adäquat als Ersthelfer agieren können, ist eine Schulungsmaßnahme sinnvoll.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Das Angebot eines Erste-Hilfe-Kurses richtet sich an alle interessierten Suchterkrankten. Der Kurs ist in verschiedene Themenblöcke unterteilt. Dieses Angebot findet in Stuttgart bedarfsorientiert mehrmals statt, um Wissen aufzufrischen und zu zeigen, was es insbesondere bei Erste-Hilfe-Maßnahmen für Suchterkrankte zu beachten gilt.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Ludwigshafen:

Ein Erste-Hilfe-Kurs für Suchterkrankte ist in Planung. Ein besonderes Interesse der Suchterkrankten besteht am Thema Wiederbelebung.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Kompetenztraining und Schulung

Hundetraining

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Ein aufmerksamer Umgang mit dem Hund kann zu einem aufmerksameren Umgang mit sich selbst führen. Das Hundetraining dient dazu, die Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung zu stärken, indem das Verhältnis Mensch-Hund intensiviert und entwickelt wird.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Das Angebot richtete sich an Suchterkrankte mit Hunden. Am Hundetraining in der Substitutionsambulanz und an öffentlichen Plätzen der Stadt kann wöchentlich teilgenommen werden. Das Angebot beinhaltet Erste-Hilfe-Einheiten für den Hund und ein Kommunikationstraining zwischen Mensch und Hund.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Kompetenztraining und Schulung

Kompetenztraining: Konsumreduktion

Zielgruppe: Substituierte |
Idee und Zielsetzung

Das Kompetenztraining für mehr Kontrolle im Substanzkonsum verbessert die Selbstkontrolle von Suchterkrankten. Gemeinsam mit Beratern analysieren sie ihre Situation und leiten daraus geeignete Maßnahmen ab. In diesem Projekt wird der Konsum selbst zum Thema gemacht; es ergänzt daher die Angebote zur psychosozialen Begleitung.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:
Das verhaltenstherapeutische Projekt KISS (Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum) ermöglicht Suchterkrankten, einen Überblick über ihren Konsum und ihren Beikonsum zu erlangen. Hierdurch stärken sie das Bewusstsein bezüglich ihres Konsums. Dabei führen sie selbstständig ein Tagebuch, analysieren und interpretieren die Eintragungen in einem Gespräch gemeinsam mit der Drogenhilfe. Hierdurch kann der Klient seine Entwicklung selbst beobachten und entscheiden, welche Angebote er wählt. Die Teilnahme an diesem Angebot ist sehr intensiv und nicht für jeden Suchterkrankten umsetzbar.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Leitfaden für Versorgungssicherheit

Beratung und Versorgung

Diagnostik-Leitfaden und Dokumentationsbogen

Zielgruppe: Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Die neuen Therapien gegen eine Hepatitis-C-Infektion sind leicht durchzuführen und bedürfen nicht unbedingt eines Leberspezialisten oder Gastroenterologen. Auch Hausärzte und Substitutionsärzte können diese Therapie problemlos durchführen. Die Betreuung des Patienten in einer Hand ist dabei wünschenswert. Dennoch bleibt bei vielen Hausärzten eine Unsicherheit bestehen, z. B. wie die Diagnostik durchgeführt wird.  Hier setzt der Diagnostik-Leitfaden inkl. Dokumentationsbogen an.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:

Ein Diagnostik-Leitfaden wurde in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen IKK Südwest und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, dem Klinikum Ludwigshafen und den lokalen Substitutionsmedizinern entwickelt. Ziel ist es, Ärzte zu unterstützen, die im Behandlungsalltag viele Risikogruppen versorgen, aber bisher wenig Erfahrung im Bereich Hepatitis C haben. Diese Unterstützung bezieht sich beispielsweise auf Selektion, Diagnose und Therapie.

Mithilfe des Leitfadens werden sowohl Selektionskriterien als auch detailliert der Diagnostikprozess inkl. der notwendigen Parameter sowie deren Erhebung auf einen Blick dargestellt. So kann eine Therapie bestmöglich vorbereitet werden, unabhängig davon, ob dieser Arzt selbst therapiert, weiterleitet oder in Zusammenarbeit mit einem HCV-Experten eine Therapie durchführt.

Mit dem dazugehörigen Dokumentationsbogen kann der Arzt u.a. festhalten, wie die Ausgangssituation des Patienten war, welche Termine dieser wahrgenommen hat, ob Folgepackungen aufgeschrieben wurden und ob letztlich das Therapieziel – die Heilung der Hepatitis-C-Infektion – erreicht wurde.

Der Leitfaden orientiert sich dabei an den geltenden Diagnostik- und Therapieleitfäden der EU. Er wird innerhalb des Ludwigshafener Ärztenetzes „GoLU“ verteilt.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Beratung und Versorgung

Hepatitis-C-Schnelltest

Zielgruppe: Abstinenzwillige |
Idee und Zielsetzung

Der erste Schritt zu einer Therapie ist ein Hepatitis-C-Test. Viele Hepatitis-C-Schnelltests weisen Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus nach. Mit dem Test kann jedoch nicht sicher bestimmt werden, ob sich noch aktive Viren im Körper befinden oder ob die Infektion bereits ausgeheilt ist. Daher wird zusätzlich zum Antikörpertest ein Virusnachweistest auf das Hepatitis-C-Virus gemacht.

Damit Klienten für Testung und Therapie motiviert werden und bleiben, können schnelle und niedrigschwellige Angebote hilfreich sein.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Wiesbaden:

Regelmäßig soll ein niedrigschwelliges Hepatitis-C-Testangebot unter ärztlicher Leitung im Suchthilfezentrum angeboten werden. Das Testangebot wird im Rahmen der Öffnungszeiten des Kontaktcafés für Klienten angeboten und im Vorfeld u. a. durch einen Streetworker beworben. Das Angebot ist mit einer kostenfreien Mahlzeit als Anreiz kombiniert. Das Testergebnis wird direkt mit dem Klienten besprochen. Bei positivem Ergebnis wird vor Ort ein Termin in der Praxis/Klinik angeboten und im besten Fall vereinbart. Somit ist der nächste Schritt zu einer eventuellen Behandlung bereits eingeleitet und möglichst zeitnah kann bei Bedarf die Heptatitis-C-Therapie initiiert werden.

Zur Partnerstadt Wiesbaden

PLUS-Veranstaltungen

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

Bundesweite PLUS-Veranstaltung

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Um die Vernetzung nicht nur innerhalb der einzelnen PLUS-Städte zu fördern, sondern auch die PLUS-Städte miteinander zu vernetzen, gab es in den Jahren 2018 und 2019 bundesweite PLUS-Netzwerktreffen, die PLUS-Foren. Mit unterschiedlichen Referenten, Formaten sowie praxisnahen Workshops wurden Best-Practice-Beispiele für eine bessere Versorgung von Hepatitis-C-Infizierten in unterschiedlichen Settings präsentiert. Das PLUS-Forum bietet und fördert den intensiven und persönlichen Austausch aller PLUS-Partner bundesweit. Auch für 2020 ist das 3. Bundesweite PLUS-Forum geplant.

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

Veranstaltungen rund um die PLUS-Initiative

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Regionale Veranstaltungen zu den PLUS-Projekten dienen der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung. Auf diese Weise kann das regionale PLUS-Projekt vorgestellt und weitere Partner gewonnen werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:

Es finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Inhalten und Entwicklungen des PLUS-Projekts in Stuttgart statt:

  • PLUS-Auftaktveranstaltung
  • PLUS-Werkstattberichte
  • PLUS-Evaluationspräsentation
  • Teilnahme am World Hepatitis Summit 2017

Zur Partnerstadt Stuttgart

 

Ludwigshafen:

    • PLUS-Auftaktveranstaltung

    Die Auftaktveranstaltung im April 2017 war für das PLUS-Projekt in Ludwigshafen eine Gelegenheit, sich einem weiten und öffentlichen Publikum vorzustellen und weitere Partner, wie z. B. Krankenkassen zu gewinnen.

    • Gesundheitsmesse GoLU 2017

    Die PLUS-Initiative Ludwigshafen nahm mit einem Stand und Vorträgen an der Messe teil.

    • Teilnahme am dfg-Award

    Der dfg-Award (DFG – Deutsche Forschungsgesellschaft) ist ein renommierter Branchenpreis im Gesundheitswesen und wird jährlich in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Im Award 2017 konnte sich die PLUS-Initiative in der Kategorie „Herausragende Kommunikation und Vermarktung“ innerhalb der drei besten Bewerbungen platzieren.

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Schnelle Terminvergabe zur Hepatitis‑C‑Therapie

Beratung und Versorgung

Kooperation Nach Haftentlassung zur Terminvergabe

Zielgruppe: Inhaftierte |
Idee und Zielsetzung

Unmittelbar nach Haftentlassung gibt es für das Leben in Freiheit sehr viel zu regeln. Neben dem Kontakt mit Ämtern wie dem Sozialamt oder dem Job Center sowie mit Krankenkassen muss auch ein Arzt z. B. für die Durchführung einer Hepatitis C-Therapie gefunden werden. Die Suche nach einem geeigneten Arzt kann dabei schon herausfordernd sein. Zudem beträgt die Wartezeit häufig mehrere Monate, sodass die Motivation bis zum Therapiebeginn oft schwindet.

Eine schnelle Terminvergabe bei einem geeigneten Arzt ist daher ein Grundpfeiler für eine erfolgreiche Therapie nach Haft. In den PLUS-Städten wurde dies auf unterschiedliche Weise gelöst.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Hamburg:

In Hamburg erhalten sog. Übergangsmanager einen Fragebogen, der in einer Arbeitsgruppe des PLUS-Projekts in Hamburg entwickelt wurde. Mit diesem Fragebogen wird der Betroffene auf das Gespräch mit der Praxis vorbereitet, damit die Terminvergabe reibungslos verläuft. Wichtig ist, dass grundsätzliche Informationen wie die Krankenversicherungsnummer (Chipkarte oder vorläufiger Bescheid der Krankenkasse), Vorbefunde und gegenwärtige Medikation (z. B. Angaben zur Substitutionsbehandlung) vorhanden sind.

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Kassel:
In Kassel wird die Terminvergabe zu einer Fachpraxis durch die AIDS-Hilfe unterstützt, da sie Beratungsstunden in der JVA vorhält. Mitarbeiter der AIDS-Hilfe machen bei Terminen in der JVA verstärkt auf die HCV-Problematik und auf therapeutische Möglichkeiten in Freiheit aufmerksam. Informationsmaterialien hierfür werden über das PLUS-Projekt zur Verfügung gestellt. Die in Frage kommenden Praxen bemühen sich zudem um eine schnelle Terminvergabe innerhalb weniger Tage.

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Beratung und Versorgung

Telefonischer Schnellkontakt

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Idee und Zielsetzung

Suchterkrankte mit einer Hepatitis-C-Infektion, die sich für eine Therapie entschieden haben, benötigen eine schnelle Terminvergabe, weil Motivation und Mut mit der Zeit oft wieder schwinden. Daher ist neben der Information über die Erkrankung und ihre Therapiemöglichkeiten auch der schnelle und unkomplizierte Zugang zu einer Therapie sehr wichtig.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Mainz:

In der Konzeptstadt Mainz besteht eine Kooperation zwischen der Uniklinik Mainz und der städtischen Drogenhilfe. An einer Therapie Interessierte werden im direkten telefonischen Kontakt bei der Uniklinik angemeldet und erhalten innerhalb kürzester Zeit (wenige Tage) einen Behandlungstermin ohne Wartezeit. Damit vergeht zwischen Therapiewunsch und Therapiebeginn nur ein kurzer Zeitraum.

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Unterstützung für Betreuer

Kompetenztraining und Schulung

Erste-Hilfe-Kurs

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Ein sinnvolles Angebot für das Umfeld (z. B. Berater in der Drogenhilfe) der Suchterkrankten ist ein Erste-Hilfe-Kurs, der Wissen auffrischt und zeigt, was es insbesondere bei Suchterkrankten zu beachten gibt.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:

  • Erste-Hilfe-Kurs für Mitarbeiter der Drogenhilfe in Bezug auf Suchterkrankte
    Ein eintägiger Kurs mit dem Fokus auf Erste Hilfe für Suchterkrankte wurde einmalig in der Drogenhilfe für deren Mitarbeiter durchgeführt.
  • Erste-Hilfe-Ausstattung in den Einrichtungen
    Für die Durchführung einiger Erste-Hilfe-Maßnahmen wurden in den Einrichtungen der Drogenhilfe verschiedene Erste-Hilfe-Materialien und -Geräte angeschafft und die Mitarbeiter in der Anwendung geschult; dazu zählen ein Messgerät für den Blutsauerstoff zur Identifizierung eines klinischen Notfalls sowie ein Defibrillator.

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Kompetenztraining und Schulung

Schulung für Gesprächsführung Motivational Interviewing (MI)

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Die Methode „Motivational Interviewing (MI)“ (Miller/Rollnick, 2002) ist ein Konzept zur Gesprächsführung im Bereich Suchtbehandlung. Dies kann vor allem für Klienten, die hinsichtlich ihrer Bereitschaft zur Verhaltensänderung eine Ambivalenz aufzeigen, ein hilfreicher Ansatz sein. Dieser Ansatz gibt Beratern Techniken zur Förderung der Veränderungsbereitschaft beim Klienten an die Hand.

Ambivalenzen äußern sich beim Klienten beispielsweise durch den Wunsch nach Verhaltensänderung, weil der Drogengebrauch Gesundheitsrisiken birgt. Gleichzeitig empfindet der Klient durch den Drogengebrauch vermeintliche Vorteile (z. B. schmerzstillend). Diese Ambivalenz gilt es gemeinsam mit den Klienten zu erkennen, zu untersuchen und aufzulösen.

MI ist darauf ausgerichtet, persönliche Motivation und Änderungsbereitschaft für ein bestimmtes Ziel zu stärken. Dies geschieht in einer Atmosphäre von Akzeptanz und Anteilnahme, sodass der Klient seine Ambivalenzen erkennen und erkunden kann.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
Die MI Schulungen wurden von der Quest Akademie mit einer kleinen Gruppe von 16 Teilnehmern durchgeführt. Diese Gruppengröße wurde als sehr angenehm empfunden.

Zur Partnerstadt Stuttgart

Kompetenztraining und Schulung

Schulungsreihe zur Arbeit mit Suchterkrankten mit Hepatitis C

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Idee und Zielsetzung

Im Rahmen eines PLUS-Projekts sollen themenübergreifende und interdisziplinäre Schulungen organisiert werden. Dabei stehen Themen im Vordergrund, die für die Betreuung und Versorgung von Suchterkrankten mit Hepatitis C hilfreich sein können. Diese Schulungen sollen sich an die PLUS-Partner eines PLUS-Projekts richten, die mit Suchterkrankten mit Hepatitis C arbeiten.  Jeder PLUS-Partner (z. B. Gesundheitsamt, AIDS-Hilfe, Drogenhilfe) bringt spezielle Kompetenzen mit, die im Rahmen einer Schulung vermittelt werden können.

Auf diese Weise kann Expertise gebündelt werden, um die Versorgungsqualität für Suchterkrankte mit Hepatitis C zu verbessern.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:

Schulungen finden zu verschiedenen Themen statt:

  • Deeskalation (in Planung)
  • Krankenhausrecht und Präventionsgesetz (in Planung)
  • Arbeitslosengeld (in Planung)
  • Sozialrechtliche Fragestellungen und Grundlagen
  • Psychische Erkrankungen: Grundwissen Sucht (in Planung)

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Übergangsangebote nach Haftentlasung

Beratung und Versorgung

Haftordner

Zielgruppe: Inhaftierte |
Idee und Zielsetzung

Das Leben in Freiheit nach Haft bedeutet für Suchterkrankte eine radikale Umstellung. Arbeits-, Wohnungs-, Arztsuche (z. B. für eine Substitution), Kontakt mit Krankenkassen und dem Job Center, Bankgeschäfte u.v.m. setzen eine Übersicht über die eigene „Aktenlage“ voraus. Diese ist in vielen Fällen nicht vorhanden.

Deshalb wird ein Haftordner bereits in Haft mit Unterstützung sog. Übergangsmanager oder anderer Personen, die auf das Leben in Freiheit vorbereiten, systematisch und chronologisch mit allen vorhandenen Unterlagen und Informationsbroschüren gefüllt.

So ist der Weg zu den Ämtern kein unüberwindliches Hindernis mehr und notwendige Anträge können zeitnah bearbeitet werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Hamburg:
Weiterbildungen zu Hepatitis C werden für medizinisches Fachpersonal und Mitarbeiter der Suchthilfe einmal im Jahr durchgeführt. Referenten sind beispielsweise ein Hepatologe aus Ludwigshafen und eine Vertreterin der Leberhilfe. Ziel ist es auch, den Wissensstand der PLUS-Partner in Ludwigshafen über Hepatitis C zu vereinheitlichen. Das Jobcenter, Substitutionspraxen, das psychiatrische Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ und die Drogenhilfe Ludwigshafen haben bereits an einer Schulung teilgenommen.

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Übersicht zu Versorgern und Versorgungssituation

Beratung und Versorgung

Analyse der substitutionsärztlichen Versorgung

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Idee und Zielsetzung

Ziel der Analyse ist es, die regionale Versorgungsstruktur für Substitutionstherapie festzuhalten und ggf. Herausforderungen zu identifizieren. Auf Basis dieser Analyse können Ansätze erarbeitet werden, um Substitutionsärzte in das regionale PLUS-Netzwerk einzubinden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:
Es wurde Kontakt zu den Ärzten aufgenommen und abgefragt, wie sie selbst die Situation der Klienten sehen. Die Klienten in Ludwigshafen weisen verschiedene Problemstellungen auf, u. a. psychiatrischer und physischer Natur und die räumliche Versorgungsdichte (Ärzte pro Einwohner) wird als problematisch wahrgenommen.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Beratung und Versorgung

Behandlungsflyer

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Idee und Zielsetzung

Bereits die Suche nach einem Arzt, der Hepatitis C behandelt, kann herausfordernd sein. Wenn Klienten an einer Hepatitis-C-Therapie interessiert sind, gilt es, diese Motivation aufrechtzuerhalten. Dies kann durch einen niedrigschwelligen Zugang erfolgen. Eine einfache und direkte Möglichkeit kann die Bereitstellung eines Informationsblatts zu relevanten Anlaufstellen sein.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Wiesbaden:

In Wiesbaden wurde eine Liste von Behandlern zusammengestellt, die eine Hepatitis C-Therapie durchführen. Die dort gelisteten Ärzte haben hierzu im Vorfeld ihre Einwilligung erteilt. Über die lokalen PLUS-Partner wird diese Liste an therapiewillige Klienten weitergegeben. Klienten finden hier neben der Praxisadresse und Kontaktmöglichkeit auch Fotos der therapierenden Ärzte. Darüber hinaus gibt es eine Anfahrtsskizze und evtl. spezielle Öffnungszeiten. Dies soll die Kontaktaufnahme mit der Praxis erleichtern und ermöglichen, dass sich der Klient willkommen fühlt.

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Kassel:
Eine vergleichbare Liste wie in Wiesbaden wird aktuell auch für Nordhessen erstellt.

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Beratung und Versorgung

Kooperation der Versorgungsschnittstelle: Hausärzte und Sucht

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Idee und Zielsetzung

Die medizinische Unterstützung für Suchterkrankte kann nicht allein durch die Substitutionsärzte abgedeckt werden. Viele leiden an weiteren physischen und psychischen Erkrankungen. Ziel ist es, auch die hausärztliche Situation für Menschen mit einer Sucht zu verbessern.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Ludwigshafen:
Es hat sich in Ludwigshafen herausgestellt, dass Hausärzte die erste Anlaufstelle für Sucht sowie weitere gesundheitliche Themen sind. Daher wurde eine Kooperation mit einem Ärztenetz geschlossen, um die ambulante Versorgung mit psychotherapeutischem Hintergrund abzusichern. Durch die Einbindung der Hausärztevereinigung und der Substitutionsärzte als PLUS-Partner wird eine direkte Verbindung ermöglicht, über die angesprochen, einbezogen und sensibilisiert werden kann.

Zur Partnerstadt Ludwigshafen

Workshop zur Konzeption von PLUS-Projekten

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

Workshop zur Projektkonzeption

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Idee und Zielsetzung

Die Projektkonzeption für PLUS sollte von jeder neuen PLUS-Stadt/-Region im besten Fall direkt mit verschiedenen, sektorübergreifenden PLUS-Partnern erfolgen.  Interdisziplinäre Zusammenarbeit aller PLUS-Partner sowie die Gewinnung eines Schirmherrn sind neben der Aktivitäten-Planung und der strukturellen Weiterentwicklung wichtige Themen. Falls eine Evaluation gewollt ist, sollte dies ebenfalls von Beginn an mitgedacht und eingeplant werden.

Umsetzungsbeispiele aus den regionalen PLUS-Projekten

Stuttgart:
In Stuttgart, der Pilot-Stadt der PLUS-Initiative, haben sich Vertreter verschiedener Institutionen aus den Bereichen Sucht, Versorgung und Politik in mehreren Projektreffen zusammengefunden. Bei diesen Treffen wurde das Konzept für das PLUS-Projekt in Stuttgart erarbeitet. Gemeinsam planten sie die Aktivitäten, setzten Prioritäten und definierten die Umsetzung der PLUS-Angebote. Für das Treffen wurden interne Räumlichkeiten der Partner genutzt.

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