Aktivitäten – PLUS-Initiative

03Aktivitäten

03 – 01Nutzungshinweise

Im Bereich Ideensammlung ist eine Aktivitäten-Liste hinterlegt, die im Rahmen der PLUS-Projekte entstanden ist. Die Beispiele stammen aus bereits existierenden PLUS-Projekten, teilweise wurden sie bereits umgesetzt, teilweise sind sie noch im Ideenstatus. Im Sinn des Erfahrungsaustauschs können diese als Inspiration herangezogen werden, um neue Angebote in der eigenen Stadt oder Region zu konzipieren oder bereits bestehende weiterzuentwickeln. Es besteht selbstverständlich kein Zwang hiervon etwas umzusetzen.

Die Aktivitäten sind in Kategorien eingeteilt und die Suche kann somit über Filterfunktionen nach den eigenen Bedarfen gestaltet werden. Darüber hinaus sind die Zielgruppen spezifiziert, an wen sich die Angebote jeweils richten.

03 – 02PLUS-Aktivitäten:
Ideensammlung

Inspiration für PLUS-Aktivitäten in ihrer Stadt oder Region

Für ein erfolgreiches PLUS-Projekt gibt es keine einheitliche Erfolgsformel oder Erfolgsgarantie. Erste Erfahrungen haben gezeigt, dass Erfolge nicht sofort sichtbar werden und ausprobiert werden muss, welche Angebote angenommen werden. Grundsätzlich wurden die größten positiven Effekte gezeigt, wenn

  • die Angebote aufeinander abgestimmt waren und das bestehende, regionale Versorgungsangebot vervollständigten
  • die Angebote bedarfsorientiert aufgebaut und an die konkrete Situation der Betroffenen angepasst waren

Interessenten erhalten durch das Aktionsbündnis PLUS Unterstützung und Hilfestellung bei der Konzeption eines eigenen Ansatzes für ein regionales PLUS-Projekt.

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Kategorie/Baustein
Zielgruppe
Stadt/Beispiel
Durchführungsort
Gruppengröße
Aufwand/Ressourcen
Eintrittsbarriere
Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Analyse der substitutionsärztlichen Versorgung

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ziel der Analyse ist es, die Versorgungsstruktur abzubilden, und für die Zukunft beispielsweise durch Einbindung in das regionale PLUS-Netzwerk zu sichern

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Es wurde Kontakt zu den Ärzten aufgenommen und abgefragt, wie die Ärzte selbst die Situation der Klienten sehen. Die Klienten in Ludwigshafen weisen verschiedene Problemfelder auf, unter anderem psychiatrischer und physischer Natur. Zur Besserung der Versorgungssituation wurde zusammen mit dem Psychiatrischen Krankenhaus in Ludwigshafen ein Angebotspaket "Psychosoziale Beratung" geschaffen, um sowohl die stationäre als auch die ambulante Versorgung in das Versorgungsnetz für Suchtbetroffene einzubinden.

Freizeit/Kunst

Backen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Gemeinschaftliches Backen kann zu verschiedenen Anlässen angeboten werden. Kuchen oder Plätzchen können für diverse Festivitäten gebacken werden. Auch diese Aktivität trägt dazu bei, den Umgang mit Nahrungsmitteln zu erlernen wie auch mit anderen Klienten und Sozialarbeitern in ungezwungener Atmosphäre in Kontakt zu kommen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Dieses Projekt richtete sich in einem Projekt an Klienten aus der Clean WeGe und in einem Parallelprojekt an die Klienten aus dem Sleep Inn. In einer kleinen Gruppe trafen sich die jeweiligen Klienten einmal in der Clean WeGe und einmal im Sleep Inn zum gemeinsamen Backen von Weihnachtsplätzchen für die Adventsfeier der Clean WeGe sowie für die des Sleep Inns.

Freizeit/Kunst

Basteln und Handwerken zur Weihnachtszeit

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Durch das gemeinsame Basteln bekommen die Klienten Gelegenheit, an klassischen Weihnachtsritualen teilzunehmen. Die Einstimmung auf die Weihnachtszeit kann auch zur Verschönerung der Zimmer und der Einrichtungen beitragen. Hierdurch kann die persönliche Umgebung individuell gestaltet werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Mehr Teilnehmer als erwartet zeigten Interesse daran, in einer Kleingruppe einen Adventskranz zu basteln. Klienten aus dem Sleep Inn trafen sich in der Vorweihnachtszeit, um gemeinsam die Räumlichkeiten des Sleep Inns weihnachtlich zu gestalten. Diese Aktion wurde einmal angeboten und soll auch in den nächsten Jahren wiederholt werden.

Freizeit/Kunst

Besichtigung Kunstausstellung

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Viele Menschen mit langjährigen Suchtproblemen hatten oftmals über mehrere Jahre kaum oder keine Berührungspunkte zu kulturellen Angeboten. Durch verschiedene kulturpädagogische Aktivitäten, wie die Besichtigung einer Kunstausstellung, können die Neugier und das Interesse an solchen Angeboten wieder oder erstmals geweckt werden. Die Chance zur „kulturellen Teilhabe“ wird hiermit unterstützt.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Die Besichtigung von Kunstausstellungen ist geplant.

Freizeit/Kunst

Besuch in einem Freizeitpark

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Diese Aktivität kann als Belohnung für aktive Klienten und zum Kennenlernen neuer Klienten genutzt werden. Darüber hinaus bietet der Ausflug den Klienten die Möglichkeit sich außerhalb der Szene mit Bekannten zu treffen und auszutauschen. Außerdem ist ein Tagesausflug wie ein Kurzurlaub zu verstehen. Er bietet einen Tag lang Abstand vom Stress, von der Szene usw.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Alle Klienten hatten einmalig die Gelegenheit, an einem Ausflug in den Europa Park Rust teilzunehmen. Im Rahmen der Aktion Herzenssache vom Europapark wird der Ausflug wiederholt stattfinden.

Unterstützende Materialien

Dokumentationsbogen zur Hepatitis-C-Therapie für den Suchthilfebereich

Zielgruppe: Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ein Dokumentationsbogen zur Therapie der Hepatitis C kann weniger routinierte Ärzte im Umgang mit HCV-Therapien unterstützen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Der Dokumentationsleitfaden wurde für behandelnde Ärzte konzipiert. Hier kann der Arzt dokumentieren, warum er eine Therapie eingeleitet hat.

Freizeit/Kunst

Druckwerkstatt

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Anwenden verschiedener Drucktechniken und Verkauf der Produkte zur Förderung der Kreativität und des künstlerischen Ausdrucks unterstützt die Selbstverwirklichung. Die Druckwerkstatt dient außerdem zum Erhalt von Tagesstrukturen, zur verbesserten Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit Gefühlen sowie seelischem Erleben, zur Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit durch Teilnahme.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Klienten des Bereichs Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe konnten wöchentlich in Kleingruppen Tiefdruckverfahren, Arbeiten mit Kupferplatten und den Druck auf Papier und Stoff mittels mechanischer Presse in der Druckwerkstatt ausprobieren. Die Drucke wurden auf öffentlichen Märkten verkauft. Die Druckwerkstatt wurde darüber hinaus auch für weitere Teilprojekte, wie das Bedrucken von Schürzen, genutzt.

Sport/Gesundheit

Eislaufen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine sportliche Aktivität, die als Gemeinschaftsprojekt oder zur Förderung der Selbstentfaltung/Hobbyfindung gestaltet werden kann.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Den Klienten wurde auf eigenen Wunsch Eislaufen in der Wintersportwelt Stuttgart angeboten. Das Angebot fand in Stuttgart einmal statt. Die räumliche Nähe und der geringe finanzielle Aufwand für die Klienten durch die Nutzung der Wintersportwelt Stuttgart konnte dieses Angebot umgesetzt werden.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Erste-Hilfe-Kurs

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Es besteht ein erhöhtes Risiko, dass Klienten bei einer gesundheitlichen Notsituation anderer, wie in Drogennotfällen, die ersten am Ort des Geschehens sind. Damit sie in diesen Notfällen adäquat als Ersthelfer agieren können, ist eine Schulungsmaßnahme sinnvoll. Auch für die Umgebung der Klienten ist ein Erste-Hilfe-Kurs, der Wissen auffrischt und zeigt, was es insbesondere bei Suchtbetroffenen zu beachten gilt, sinnvoll.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Das Angebot eines Erste-Hilfe-Kurses richtete sich an alle interessierten Klienten. Der Kurs ist in verschiedene Themenblöcke unterteilt. Dieses Angebot findet in Stuttgart bedarfsorientiert mehrfach statt.

Ludwigshafen: Ein Erste-Hilfe-Kurs für Betroffene ist geplant, konnte aus zeitlichen Gründen bisher aber noch nicht umgesetzt werden. Ein besonderes Interesse der Suchtbetroffenen besteht zum Thema Wiederbelebung.
Ein Erste-Hilfe-Kurs mit dem Fokus auf Erste Hilfe für Suchtbetroffene wurde einmalig in der Drogenhilfe für deren Mitarbeiter durchgeführt.

Sport/Gesundheit

Fahrradtour

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Zur Erkundung der Umgebung und des Sozialraumes kann eine Fahrradtour unternommen werden. Das Fahrrad stellt eine umweltschonende Alternative zur U-Bahn und S-Bahn dar, zudem dient es der körperlichen Ertüchtigung und dem Gleichgewichtssinn. Außerhalb der gewohnten Räumlichkeiten sind oft andere Gesprächsthemen mit den Klienten möglich.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die Klienten aus dem Sleep Inn und dem Betreuten Wohnen hatten die Idee eines Fahrrad-Ausflugs und nahmen an einer Tour zum Schlosspark Stuttgart teil. Dabei wurden die Fahrräder geliehen. Neue Fahrradtouren in weitläufigerer Umgebung finden statt.

Freizeit/Kunst

Fotoprojekt

Zielgruppe: clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Diese Aktivität dient dem Erlernen und Erweitern von fotografischem Interesse und Fähigkeiten. Hierdurch kann einer Randgruppe, die sonst wenig gesellschaftliche Beachtung erfährt, ein „Sprachrohr“ gegeben werden, um sich auszudrücken und in der Öffentlichkeit gehört zu werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Das Fotoprojekt fand mit Interessierten der Sucht- und Sozialpsychiatrischen Hilfe statt. Dabei wurden die Grundlagen der Fotografie und die Anwendung erlernt. Die Produkte wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht (Kalender, Ausstellung, Fotobuch).

Freizeit/Kunst

Freizeit innerhalb Europas

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine Freizeit kann das Peer-PLUS-Peer-Konzept aufgreifen, indem die Teilnehmer in die Organisation und Durchführung eingebunden werden. Die Gestaltung vor Ort, sowie die Verpflegung und der Einkauf sollten von den Klienten mit organisiert werden. Ein Ausflug trägt außerdem zur Erholung und zur Stärkung des Gruppengefühls bei. Für die Klienten bedeutet das auch Abstand vom Alltag und den Problemen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Ein einwöchiger Ausflug fand nach Assisi, Italien, statt. Die Teilnehmerstruktur setzte sich ungefähr zu gleichen Teilen aus alkohol- und opiatkranken Caritas-Klienten zusammen. In einer Vorbesprechung zeigte sich schnell, dass sich jeder bereits seine eigenen Gedanken gemacht hatte, wofür er bzw. sie die Zeit in Assisi würde nutzen wollen. Insbesondere die Tatsache der freien Zeitgestaltung vor Ort ließ viel Raum für Überlegungen zu eigenen Aktivitäten. Es wurden Tagesausflüge nach Assisi, Perugia und Rom angeboten. Außerdem waren drei Infoabende zu den Themen Hepatitis, Diamorphinvergabe und Abstinenz eingeplant.

Sport/Gesundheit

Frühstücks-Treff

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Das Treffen zum gemeinsamen Frühstück fördert das Wissen über verschiedene Nahrungsmittel wie auch gesunde Ernährung. Die Klienten können Kontakt zu anderen Klienten und Sozialhilfemitarbeitern aufbauen und halten. Das niedrigschwellige Angebot bietet zusätzlich die Möglichkeit weitere Themen und/oder Angebote mit den Klienten zu planen und dafür zu werben.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die Bewohner des Sleep Inn und des Ambulant Betreuten Wohnens für Substituierte treffen sich wöchentlich zum gemeinsamen Frühstücken im offenen Bereich im Sleep Inn. Dabei tauschen sie sich über die Nahrungsmittel und aktuelle Themen aus.

Ludwigshafen: Zur Stärkung des Ernährungsbewusstseins wird ein verbessertes Essensangebot unter Einbeziehung einer Ernährungsberatung geplant. Gemeinsames Essen bietet Kontaktmöglichkeiten und einen Treffpunkt, auf dem sich viel abspielt und viel vermittelt werden kann.

Freizeit/Kunst

Geschichte der Stadt/Stadtführung

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ziel der Führung kann sein, die Stadt und deren Geschichte und damit das eigene Umfeld kennenzulernen. Die Führung kann aber auch dazu genutzt werden, gezielt historische Ereignisse anzusprechen und so ggf. neue Ansichten für Klienten zu aktuellen, politischen Ereignissen zu schaffen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Auslöser für dieses Projekt waren historisch-politische Diskussionen unter den Klienten. Dies wurde zum Anlass genommen in zwei Führungen die Deportation Stuttgarter Juden im Dritten Reich zu thematisieren. In einer weiteren Führung wurde das ehemalige Vernichtungslager in Grafeneck besichtigt. Die Teilnahme war uneingeschränkt möglich.

Freizeit/Kunst

Graffiti-Workshop

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Der Graffiti Workshop ist als kreatives Angebot für die Klienten zu verstehen. Viele Klienten haben bereits Kontakt mit dem Sprayen von Graffitis oder Graffitis im allgemeinen Stadtbild gehabt. Mit dem Workshop soll gezeigt werden, wie Graffitis (legal) gemacht werden und dass „Sprayen“ ein richtiges Hobby sein kann. Neben den künstlerischen und kreativen Ressourcen geht es auch um Planung und Organisation.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Zuerst wurden für dieses Projekt freie Flächen zum Besprühen bei der Stadt angefragt. Die Künstler waren Klienten, die in zwei bis drei Veranstaltungen Ideen zur Gestaltung der Wand sammelten, diese vorstrichen um sie zu besprühen und dann das Graffiti fertigstellten.

Unterstützende Materialien

Hepatitis-C-Informationsmaterialien als Veranschaulichungsmedium

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Informationsmaterialien informieren über Hepatitis C und angrenzende Problemfelder. Das Material kann sowohl von Klienten alleine als auch von Experten im Gespräch genutzt werden, um das Thema zu veranschaulichen und präsent zu halten.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: im Rahmen eines Arbeitskreises wurden in mehreren Treffen die Materialien zu Hepatitis C entwickelt. Dabei wurden die Einrichtungen vor Ort besucht und die Materialien mit den Klienten diskutiert. Durch die Einbindung der Klienten konnten diese zielorientiert angepasst werden. Mit der Erstellung muss aber auch der Einsatz der Materialien geplant werden. Unterschiedliche Materialien können bedarfsorientiert eingesetzt werden. Durch die gezielte Vergabe hochwertiger Materialien erfahren die Klienten auch Wertschätzung.

Ludwigshafen: Im Kontaktladen und in Beratungsgesprächen werden die Materialien eingesetzt und verteilt. In diesem Rahmen dienen die Materialien zum Informationsaustausch und zur Gesundheitsprävention. Das Thema Risikominimierung beim Konsum (Harm Reduction) wird ebenfalls in die Gespräche eingebracht. Die Klienten haben die Möglichkeit, mit den Materialien sauberes Spritzbesteck und Zubehör mitzunehmen.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Hepatitis-C-Schulung/Weiterbildung für Mitarbeiter

Zielgruppe: Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Schulungen und Weiterbildungen für Mitarbeiter dienen der Sensibilisierung für das Thema Hepatitis C. Die Schulungen können entsprechend des Vorwissens in Themenblöcken erfolgen. Eine Auffrischung sollte regelmäßig durchgeführt werden, um das Bewusstsein für Hepatitis C und dadurch den Mehrwert für die Klienten zu optimieren.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die Schulungen waren für 24-30 Teilnehmer ausgelegt und behandelten mehrere Aspekte, wie das Spektrum der Erkrankung selbst als auch Schnittstellen zum Thema Sucht und Substitution und mögliche Fragen der Klienten zu Hepatitis C. Sie fanden in mehreren Sitzungen mit Hepatitis-C-Experten in Kleingruppen in internen Räumlichkeiten statt und endeten mit einem Teilnahmeschein/Zertifikat.

Ludwigshafen: Weiterbildungen zu Hepatitis C wurden für medizinisches Fachpersonal und Mitarbeitende der Suchthilfe durchgeführt.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Hepatitis-C-Schulungen für Suchtbetroffene

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Dieses Angebot dient der Aufklärung über Hepatitis C, um eine risikominimierende Lebensweise zu ermöglichen. Zudem besteht die Möglichkeit, Multiplikatoren innerhalb der Zielgruppe zum Thema Hepatitis C in diesem Rahmen auszubilden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die Hepatitis-C-Schulung wurde zum Peer-PLUS-Peer-Projekt weiterentwickelt. Nach dem Besuch einer HCV-Schulung können sich interessierte Betroffene in einem Aufbaukurs zum HCV-Botschafter ausbilden lassen. Dadurch wird es gleichzeitig hochschwelliger und durch den steigenden individuellen Betreuungsbedarf kostenintensiver.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Hundetraining

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ein aufmerksamer Umgang mit dem Hund kann zu einem aufmerksameren Umgang mit sich selbst führen. Das Hundetraining dient dazu, die Selbstwahrnehmung und Selbstverantwortung zu stärken, indem das Verhältnis Mensch-Hund intensiviert und entwickelt wird.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Das Hundeprojekt richtete sich an Klienten mit Hunden. Wöchentlich konnte am Hundetraining in der Substitutionsambulanz und im freien Raum der Stadt teilgenommen werden. Das Angebot beinhaltete Erste-Hilfe-Einheiten für den Hund und Kommunikationstraining zwischen Mensch und Hund.

Freizeit/Kunst

Kanuausflug

Zielgruppe: clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ein Kanuausflug kann ein Beispiel für eine kostengünstige Alternative zu einem Kurzurlaub in näherer Umgebung sein, die ähnliche Effekte haben kann.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Zur Durchführung dieses Projekts wurde finanzielle Unterstützung bei der Abteilung "freiwillige Leistungen" vom Sozialamt Stuttgart beantragt. Die Fahrt ging nach Sigmaringen. Der zweitägige Ausflug beinhaltete neben der Kanutour auch eine Besichtigung der Bärenhöhle. Übernachtet wurde in einer Jugendherberge. Das Projekt wurde einmal mit Klienten aus der Clean WeGe durchgeführt.

Sport/Gesundheit

Kletterfreizeit

Zielgruppe: Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine Freizeit ermöglicht den Klienten, sich intensiv mit seinen körperlichen Fähigkeiten auseinander zu setzen und dem Alltag zu entkommen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Innerhalb der Klettergruppe wird einmal im Jahr eine Kletterfreizeit angeboten.

Sport/Gesundheit

Klettern

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Speziell drogenabhängige Menschen kennen ihre eigenen Grenzen nicht, da das Bewusstsein über die eigenen Grenzen durch die Drogenwirkung nur verschwommen, wenn überhaupt wahrgenommen wird. Geschieht dies über Jahre, verankert sich diese Grenzenlosigkeit in der menschlichen Psyche. In einer Kletteraktivität werden die Teilnehmer hautnah und direkt mit ihren eigenen Grenzen konfrontiert und sie bekommen exemplarisch Schritt für Schritt wieder ein realistischeres Bild von sich und ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Ein- bis zweimal im Monat können Suchtbetroffene gemeinsam klettern gehen. Eine Kletterhalle ist für diese Zeiträume über zwei Jahre gemietet, um den Klienten ganzjährig die Möglichkeit eines erlebnispädagogischen Kletterns anzubieten. Zusätzlich ist eine Freizeit mit der Klettergruppe geplant. Die Ausrüstung wird bereitgestellt, wodurch weniger Aufwand für den Klienten entsteht und dadurch das Angebot niederschwellig wird.

Sport/Gesundheit

Kochgruppe

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

In einer Kochgruppe wird der Umgang mit Nahrungsmitteln, gesunder Ernährung und Ideen für eine abwechslungsreiche Ernährung vermittelt. Durch mit Kochen verbundene Aufgaben wie Einkaufen kann beispielsweise auch ein Gefühl für Mengen von Nahrungsmitteln gefördert werden. Ein regelmäßiges Treffen ermöglicht, Kontakt zu den Klienten aufzubauen und zu halten. Sozialarbeitern ist es möglich, auch andere Themen in diesem Rahmen zu führen, die im normalen Beratungskontext teilweise zu kurz kommen und/oder schwierig anzusprechen sind (Alltagsthemen, usw.).

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Monatlich treffen sich die Bewohner der Clean WeGe zum gemeinsamen Kochen und Essen. Dabei wird sich über Nahrungsmittel und weitere aktuelle Themen ausgetauscht. Bei schönem Wetter wird auch gelegentlich gegrillt. Für nicht Abstinenzlebende wird eine separate Kochgruppe geplant.

Ludwigshafen: Eine Kochgruppe ist in Verbindung mit einem Kochkurs geplant.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Konsumreduktion

Zielgruppe: Substituierte |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Das Kompetenztraining für mehr Kontrolle im Substanzkonsum verbessert die Selbstkontrolle von Suchtbetroffenen und hilft ihnen, nach gemeinsamer Analyse geeignete Maßnahmen abzuleiten. In diesem Projekt wird der Konsum selbst zum Thema gemacht; es ergänzt daher die Angebote zur psychosozialen Begleitung.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Das verhaltenstherapeutische Projekt KISS (Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum) ermöglicht den Suchtbetroffenen, einen Überblick über ihren Konsum und ihren Beikonsum zu erlangen und hierdurch das Bewusstsein bezgl. Konsum zu stärken. Was wann zu welcher Tageszeit und mit welchem situativen Hintergrund konsumiert wird, wird von den Betroffenen in einem Tagebuch eingetragen und in einem Gespräch mit der Drogenhilfe gemeinsam analysiert und interpretiert. Hierdurch kann der Klient seine Entwicklung selbst beobachten und entscheiden, welches Trainingsprogramm beispielsweise zur Freizeitgestaltung oder Stressbewältigung gewählt wird. Da regelmäßig bei den Klienten nachgefasst werden muss und die Tagebücher nicht immer konsequent geführt werden, ist die individuelle Betreuung sehr intensiv.

Freizeit/Kunst

Konzertbesuch

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Viele Menschen mit langjährigen Suchtproblemen hatten oftmals über mehrere Jahre kaum oder keine Berührungspunkte zu kulturellen Angeboten. Durch die verschiedenen kulturpädagogischen Aktivitäten, wie der Besuch eines Konzerts, können die Neugier und das Interesse an solchen Angeboten wieder oder erstmals geweckt werden. Die Chance zur „kulturellen Teilhabe“ wird hiermit unterstützt.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Der Besuch verschiedener Konzerte ist geplant.

Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Kooperation: Arbeit und Sucht

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Kooperationsvereinbarungen dienen der Vernetzung und Zusammenarbeit unterschiedlicher Parteien. Eine über- und ineinandergreifende Zusammenarbeit kann erweitert und neue nachhaltige Versorgungsstrukturen geschaffen werden. Eine Kooperationsvereinbarung gibt dabei einen rechtlichen Rahmen und macht die gemeinsamen Ziele auch für Außenstehende transparent. Zum Thema "Arbeit" kann eine Zusammenarbeit mit dem regionalen Jobcenter aufgebaut und dazu genutzt werden, sozialtherapeutische und arbeitsintegrative Aspekte miteinander zu verbinden. Durch die ganzheitliche Förderung der Betroffenen und dem Angebot flexibler Arbeitsgelegenheiten für die Klienten der Drogenhilfe kann eine Verbesserung ihrer Arbeitssituation erzielt werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Eine Kooperationsvereinbarung wurde zwischen dem Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen und der städtischen Drogenhilfe zur verbesserten Integration der Klienten der Drogenhilfe in die Arbeitswelt geschlossen. Hierdurch bekommen Suchtbetroffene die Chance, 1-2-mal in der Woche eine Arbeitsgelegenheit wahrzunehmen. Diese ist auf den Klienten ausgerichtet und individuell gestaltbar. Es wird darauf geachtet, den Klienten in unterschiedlichen Arbeitsbereichen einzusetzen, um ihm die Möglichkeit zu geben, aus einer bestehenden Gruppenbildung auszubrechen und sich neu zu orientieren. Begleitet wird dieses Angebot durch weitere Gruppenaktivitäten mit sozialtherapeutischen Freizeitinhalten zur Alltagsstrukturierung. Die individuelle Betreuung steht sowohl für die Drogenhilfe als auch für das Jobcenter im Vordergrund. Der Klient soll darin unterstützt werden, die Szene zu verlassen und sich weiterzuentwickeln. Zusätzlich sind Maßnahmen zur Weiterqualifizierung beispielsweise das Erlangen eines Führerscheins oder eine Ausbildung möglich, um die Vermittlungschancen zu verbessern.

Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Kooperation: Hausärzte und Sucht

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Medizinische Unterstützung für Suchtbetroffene kann nicht allein durch die Substitutionsärzte abgedeckt werden. Viele Betroffene leiden an weiteren physischen und psychischen Erkrankungen. Ziel ist es, auch die hausärztliche Situation für Menschen mit Sucht zu verbessern.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Es hat sich in Ludwigshafen herausgestellt, dass die erste Anlaufstelle für gesundheitlicher Themen neben der Sucht die Hausärzte sind. Daher ist ein Netzwerk in Planung um die ambulante Versorgung mit psychotherapeutischem Hintergrund abzusichern. Durch die Einbindung der Hausärztevereinigung und der Substitutionsärzte als PLUS Partner wird eine direkte Verbindung ermöglich, über die angesprochen, einbezogen und sensibilisiert werden kann.

Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Kooperation: Krankenkassen

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Zur Verbesserung der Versorgungsstruktur kann die Integration der Krankenkassen beitragen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Weitere Kooperationen mit Krankenkassen sind in Planung.

Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Kooperation: Wohnen und Sucht

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Zur Verbesserung der Wohnsituation können verschiedene Kooperationen geschlossen werden, um die Situation zu verbessern. Das beinhaltet nicht nur eine Wohnung zu finden, sondern auch Krisen beispielsweise in Bezug auf Miet- oder Nebenkostenzahlung zu überwinden und somit einen Rausschmiss bzw. Obdachlosigkeit zu vermeiden. Die Zusammenarbeit erfolgt im Sinne einer individuellen Unterstützung für den Betroffenen mit ergänzenden Angeboten der Drogenhilfe.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Eine Zusammenarbeit mit den Wohngesellschaften in Ludwigshafen ist in Planung.

Sport/Gesundheit

Laufgruppe

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine Laufgruppe ermöglicht die Bildung einer neuen Gruppenzugehörigkeit, die sich gegenseitig beim Laufen anspornt.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Die Laufgruppe trifft sich wöchentlich. Das Angebot soll weiter ausgebaut werden.

Freizeit/Kunst

Mal- und Zeichenkurs

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Förderung von Kreativität und künstlerischem Ausdruck, beispielsweise im Rahmen eines Mal- und Zeichenkurses, trägt zur Selbstverwirklichung bei und verbessert die Wahrnehmung sowie Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen und seelischem Erleben. Ein Mal- und Zeichenkurs kann dazu beitragen, die Tagesstruktur zu erhalten bzw. abseits der Drogenszene aufzubauen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Klienten aus dem Bereich Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe nahmen einmal wöchentlich an einem Kurs im Sleep Inn teil, in dem Malen und Zeichnen aller Art ermöglicht wurde. Es gab keine strengen Vorgaben oder Ziele, die umgesetzt werden mussten. Die Wünsche und Ideen der Klienten standen im Vordergrund. Im Rahmen des Kurses fanden Besuche von Ausstellungen und Kunst Akademien statt.

Sport/Gesundheit

Minigolf spielen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Minigolf ist eine weitere Koordinationsübung, die das eigene Körpergefühl spielerisch stärkt.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Dieses Projekt wurde von den Klienten vorgeschlagen und befindet sich derzeit in Planung.

Freizeit/Kunst

Museumsbesuch

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Kulturelle Angebote der Stadt werden den Klienten zugänglich gemacht und damit das Angebot der Interessensfindung und Freizeitgestaltung erweitert.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Es gab immer wieder vereinzelte Angebote für die Klienten, an einem Museumsbesuch teilzunehmen. Dieser fand statt, sobald ein Klient zur Teilnahme bereit war. Es wurden verschiedene Museen besucht. Die meisten Museen und kulturellen Einrichtungen waren für BonusCard Besitzer kostenlos.

Freizeit/Kunst

Präsentation der Druckwerkstatt

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ein Subprojekt der Druckwerkstatt ermöglichte den Klienten, öffentlich ihre Arbeit im Rahmen einer Druckvorführung zu demonstrieren.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Im Rahmen diverser Veranstaltungen stellte eine kleine Gruppe von Peers die Druckwerkstatt in Form einer kleinen mobilen Druckwerkstatt vor. Die Besucher konnten sich Drucke aussuchen oder Farbwünsche für verschiedene Drucke geben. Die Peers klären über die Techniken des Druckens auf.

Sport/Gesundheit

Reiten

Zielgruppe: clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Arbeit mit Pferden fördert nachweislich die Selbstwahrnehmung sowie die Wahrnehmung des Klienten gegenüber dem Tier und der Umgebung. Beim Reiten können Koordination, Gleichgewicht und Selbsteinschätzung trainiert werden. Der Umgang mit eigenen Ängsten und möglichen Ängsten anderer (beispielsweise des Tieres) wird erlernt. Der Kontakt mit den Tieren ermöglicht es, Verantwortung zu übernehmen und zu stärken bzw. wieder zu erlernen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Klienten des Sleep Inn und des Betreuten Wohnens wurde einmal die Gelegenheit geboten, auf einem Reiterhof alles um das Thema Reiten zu erfahren und selbst einmal reiten zu dürfen.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Schulung für Gesprächsführung Motivational Interviewing (MI)

Zielgruppe: Mitarbeiter der Suchthilfe |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

„Motivational Interviewing ist eine Klienten-zentrierte, direktive Methode der Gesprächsführung, zur Förderung intrinsischer Veränderungsmotivation, durch Erforschen und Auflösen von Ambivalenzen.“ (Miller/Rollnick, 2002). Aktuell werden drei Ansätze mit MI verfolgt: - Als ein partnerschaftlicher Stil der Gesprächsführung, um die Eigenmotivation und Bereitschaft einer Person für Veränderung zu stärken. - Als eine personenzentrierte Beratungsmethode, mit der das verbreitete Problem der Ambivalenz gegenüber Veränderung bearbeitet wird. - Als eine partnerschaftliche, zielorientierte Art der Kommunikation, die besonders veränderungsbezogene Äußerungen in den Blick nimmt. MI ist darauf ausgerichtet, persönliche Motivation für und Änderungsbereitschaft auf ein bestimmtes Ziel zu stärken, indem die eigenen Gründe der Person für eine Veränderung in einer Atmosphäre von Akzeptanz und Anteilnahme entlockt und erkundet werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die MI Schulungen wurden von der Quest Akademie in einer kleinen Gruppe von 16 Teilnehmern durchgeführt. Diese Gruppengröße wurde als sehr angenehm empfunden.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Schulung: Deeskalation

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Schulungen zur Deeskalation helfen, einen sicheren Umgang mit Suchtbetroffenen und Selbstschutz zu erlangen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Die Themen aus der Schulung zur Deeskalation in der Drogenhilfe werden in den Angeboten für die Suchtbetroffenen aufgegriffen und praktisch umgesetzt. Die Schulungen werden regelmäßig wiederholt.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Schulung: Psychische Erkrankungen

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Weiterbildung sensibilisiert gegenüber psychischen Erkrankungen und Traumata der Suchtbetroffenen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Es finden regelmäßig Weiterbildungen zu dem Thema statt, um den verschiedenen die Suchtbetroffenen tangierenden Stellen Grundkenntnisse im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu übermitteln.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Schulung: Sozialrechtliche Grundlagen

Zielgruppe: Initiator | Partner | Stadt |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine Schulung zu den zielgruppenrelevanten sozialrechtlichen Grundlagen stärkt Wissen und Handlungsfähigkeit.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Die Schulung vermittelte Inhalte zu den Fragestellungen "Was kann/darf ich?", "Welche Möglichkeiten habe ich?", "Was muss bei Suchtbetroffenen beachtet werden?".

Sport/Gesundheit

Schwimmen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Schwimmen ist auch für gesundheitlich eingeschränkte Menschen eine gute Option, sich zu bewegen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Besuche in Schwimmbädern und Seen sind in Planung.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Sportangebot – Kampfsport zur Gewaltprävention

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Ziel des Sportangebotes ist die sportliche Betätigung, das Erlernen von Selbstverteidigungstechniken und Strategien zur Gewaltdeeskalation. Zudem erfahren die Teilnehmer Veränderungsunterstützung durch Lob und positive gruppendynamische Prozesse, die zur Förderung der Reflektionsfähigkeit und -bereitschaft beitragen. Ein weiterer Fokus ist die Übertragung der Reflektionsfähigkeit und der lösungsorientierten Handlungsstrategien in andere Lebensbereiche.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Wöchentlich findet für interessierte Klienten „Sport für jeden“ im Fitnessraum der Clean WeGe statt. Die Gruppengröße ist konstant. Es entwickelte sich ein zusätzlicher Kurs für Fortgeschrittene, die sich ebenfalls wöchentlich im Fitnessraum der Clean WeGe treffen. Inhaltlich ist das Training auf die individuelle Bearbeitung von Themen der einzelnen Klienten in der gesamten Gruppe erweitert worden. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Gewalt- oder Aggressionserlebnis eingebracht werden kann und die Gruppe an den Lösungen zur Bewältigung aktiv beteiligt ist. Für die Vorschläge, die die Teilnehmer einbringen, werden Hilfestellungen angeboten, Bewältigungsstrategien basierend auf eigenen Erfahrungen eingebracht und somit den Betroffenen signalisiert, dass sie nicht allein mit dem Problem sind. Das Projekt ist in Stuttgart zu der sehr erfolgreichen Aktion "Fight for your life" geworden.

Freizeit/Kunst

Städteausflug/Bildungsreise

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Eine Reise in eine andere Stadt eröffnet neue Blickwinkel und fordert Mut, aus dem gewohnten Umfeld auszubrechen. Entscheidend für dieses Projekt ist die Einbeziehung der Klienten in die Organisation und Programmgestaltung.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: 6 Tage Aufenthalt in Berlin. Besichtigung des Bundestages als Sensibilisierung für politisches Geschehen.

Ludwigshafen: Eine Städtereise ist in Planung.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Suchtprävention durch Erfahrungsberichte

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Peers geben interessierten Personen oder Gruppen die Möglichkeit, aus erster Hand Informationen über die Suchterkrankung und das Leben eines Süchtigen bzw. ehemaligen Konsumenten zu erfahren.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Peers teilten ihr Expertenwissen über Suchterkrankungen mit interessierten Personen. Die erste Veranstaltung fand für die Klienten und Mitarbeiter der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in den Räumlichkeiten der Neckartalwerkstätten statt. Es folgten zwei Veranstaltungen für Schüler des Porschegymnasiums in Stuttgart.

Sport/Gesundheit

Tango-Kurs

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Über Musik und Tanz ergibt sich eine weitere Möglichkeit des Ausdrucks, der Selbstdarstellung und auch der Selbstwahrnehmung.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Der Workshop wird zunächst mit einer Testphase starten. Je nach der Resonanz auf die ersten drei Stunden Tangokurs wird es ggf. in einem regelmäßigen Angebot weiter geführt.

Freizeit/Kunst

Theaterbesuch

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Durch den Besuch des örtlichen Theaters kann bei den Teilnehmern das Interesse für Theater neu entdeckt und gefördert werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Alle Interessierten der SSH (Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe) konnten an einer Führung durch die Räumlichkeiten des Theaters Rampe teilnehmen. Nach dem dortigen Besuch einer Aufführung hatten die Klienten die Möglichkeit, Fragen an die Schauspieler zu stellen.

Ludwigshafen: Theaterbesuche sind geplant.

Freizeit/Kunst

Theaterprojekt

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Dieses Angebot hat zum Ziel, gemeinsam in einem Theaterworkshop Suchterkrankten die Möglichkeit zu geben, sich zu öffnen, ihre Emotionen darzustellen und einem Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig geben diese intensiven Workshops die Möglichkeit, sich mit den Klienten in einem anderen Rahmen intensiv auszutauschen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Der 10-monatige Theaterworkshop mit den Klienten (einmal monatlich) endete in einem 4-wöchigen Abschlussprojekt mit professioneller Bühnenproduktion in 4 Auftritten zum Thema Sucht und Rausch. Unter den begleitenden Künstlern war eine suchtkranke Darstellerin, die als Peer ihre Zugänge in die Stuttgarter Drogenszene nutzte, um weitere Suchkranke zu motivieren, an dem Projekt teilzunehmen. Gemeinsam mit den Abhängigen entwickelten die Künstler das Konzept des Theaterprojekts. Für weitere Informationen zum Projekt kontaktieren Sie das Aktionsbündnis PLUS Stuttgart.

Sport/Gesundheit

Tischtennisspielen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Durch Treffen zum gemeinsamen Tischtennisspielen werden sportliche Interessen sowie Bewegung und Koordination gefördert. Es bietet sich die Möglichkeit, außerhalb der gewohnten Umgebung auch mit einem neuen Umfeld in Kontakt zu kommen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Die Klienten der SSH (Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfe) und der Clean WeGe haben einmal wöchentlich die Möglichkeit, gemeinsam Tischtennis zu spielen. Die Idee stammt von den Klienten selbst. Im Sommer trifft sich die Tischtennisgruppe bei einer Tischtennisplatte der SSH und der Clean WeGe bzw. auf öffentlichen Plätzen, in der Winterzeit wurde das Treffen in eine Halle verlegt. Aus Kostengründen kann das Treffen im Winter nicht mehr stattfinden.

Freizeit/Kunst

Trommeln

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Jahrelanger Drogenkonsum beeinträchtigt die Gehirnfunktionen. Durch das Durchführen von Trommelübungen mit steigenden Schwierigkeitsgraden werden ganz verschiedene Gehirnregionen angesprochen und trainiert. So kann konsumbedingten Beeinträchtigungen entgegengewirkt werden. Insbesondere die Koordination zwischen rechter und linker Gehirnhälfte wird verbessert.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Ludwigshafen: Die kulturpädagogische Trommelgruppe fand großen Anklang. Sie wird nach der Sommerpause wieder angeboten. Instrumente und Zubehör werden bereitgestellt. Zusätzlich soll der Trommelgruppe eine sozialtherapeutische Freizeit angeboten werden.

Öffentlichkeit/externe Kommunikation und Vernetzung

Veranstaltungen

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Regionale Veranstaltung zu den PLUS-Projekten präsentieren der Öffentlichkeit die nachhaltigen Initiativen.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Werkstattberichte, Auftaktveranstaltung, Evaluationspräsentation

Ludwigshafen: Auftaktveranstaltung

Sport/Gesundheit

Wandern

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Durch Wandern kann nicht nur der eigene Lebensraum erkundet werden, es gibt auch die Möglichkeit zum persönlichen Austausch und in kleinen Schritten sportlich aktiv oder aktiver zu werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: Alle 14 Tage konnten Klienten an einer gemeinsamen Wanderung in und um Stuttgart teilnehmen. Besonders interessant zeigte sich dieses Angebot für Hundebesitzer (beispielsweise aus der Substitutionsambulanz). In unregelmäßigen Abständen finden weitere Wanderungen statt.

Direktes Kompetenztraining und Schulung

Workshop zur Projektkonzeption

Zielgruppe: Abstinenzwillige | Substituierte | clean Lebende | Initiator | Partner | Stadt | Mitarbeiter der Suchthilfe | Medizinisches Fachpersonal |
Zielsetzung - Beschreibung der Idee

Die Projektkonzeption für PLUS sollte von jeder neuen PLUS-Stadt/-Region im besten Fall direkt mit allen Partner erfolgen. Sie bietet die Grundlage für die Projektumsetzung. Wichtige Themen sind neben der Aktivitäten-Planung und der strukturellen Weiterentwicklung die Prinzipien der Zusammenarbeit unter den Partnern und die Gewinnung eines Schirmherrens. Falls eine Evaluation gewollt ist, sollte dies ebenfalls von Beginn an mitgedacht und eingeplant werden.

Beispiel - Beschreibung der Umsetzung

Stuttgart: In mehreren Projekttreffen wurde das Konzept für PLUS in Stuttgart erarbeitet. Dabei wurden die Aktivitäten geplant, priorisiert und die Umsetzung als PLUS-Projekte definiert. Für das Treffen wurden interne Räumlichkeiten der Partner genutzt

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